Flow

Ein paar Sätze aus Wikipedia:

„Flow (englisch „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust.

Der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi gilt als Schöpfer der Flow-Theorie, die er aus der Beobachtung verschiedener Lebensbereiche […] veröffentlichte.

Flow kann bei der Steuerung eines komplexen Geschehens im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile) entstehen. Der Flow-Zugang und das Flow-Erleben sind individuell unterschiedlich.

Flow-Zustände können bei entsprechenden Bedingungen in hypnotische oder ekstatische Trance übergehen. Manche Wissenschaftler verstehen den Flow selbst bereits als Trance.

Ich denke, ich muss nicht weiter ausführen, warum vieles im Erleben gelungener BDSM-Sessions solche Flow-Phasen auslöst. Vor allem im submissiven Part, für den ich die Bezeichnung „Funktionslust“ sehr treffend finde. Und für den dominanten Part lohnt es sich, in diesem „komplexen Geschehen zwischen Über- und Unterforderung“ an den richtigen Impulsen zu arbeiten, die den Flow auslösen und aufrecht erhalten.

Wobei die individuellen Unterschiede zweifelsohne eine große Rolle spielen. Wenn ich es als Top genieße, solchen Flow auszulösen, muss ich die Reaktionen meines Spielzeugs kennen … sie einfühlsam, aber ohne unsicheres Zögern, erforschen, wenn es die erste (oder einzige) Session ist. Oder mit ihnen spielen wie auf einem Instrument, wenn ich aus Erfahrung weiß, worauf mein Lustobjekt abfährt. Für die einen mag eine ausdauernde, intensive Züchtigung dazu führen, „den Kopf zu verlieren“, wie es mir eine Sklavin einmal beschrieb. Andere geraten unter raffiniertem Spiel mit der sexuellen Erregungskurve und pointierten Schmerzreizen in Trance. Viele erleben es als ausgesprochen (im wahrsten Sinn des Wortes) förderlich, die Behandlungen verbal angemessen zu begleiten – auch das wieder individuell verschieden: zotig erniedrigend bei den einen, zynisch-sarkastisch bei den anderen und dergl. Mehr …

Als Top genieße ich es jedenfalls sehr, wenn ich erleben darf, wie ein Spielzeug unter meiner Führung in seiner Hingabe aufgeht und im Flow über die Wellen seiner Lust surft. Das ist dann so ähnlich wie in der Musik, wenn ein Stück wirklich zu klingen und zu swingen beginnt …

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Maintenance Slaps

In den virtuellen Räumen des Internets bin ich über diesen Begriff gestolpert, der für mich eine reizvolle praktische Seite hat. In einer Übersetzung wie „Wartungsklapse“ geht zwar ein wenig Charme verloren, der Zweck der Übung bleibt davon freilich unberührt. Maintenance slaps sind die dominanten Streicheleinheiten, mit denen sub Impulse fürs devote Bewusstsein erhält. Im Alltag. Kuss und Ohrfeige zwischen Tür und Angel. Oder auch im übertragenen Sinn, rein verbal … in ein ganz gewöhnliches Gespräch eingestreut, eine pointierte Beziehungsklärung à la „du vergisst eh nicht, dass du mein williges Bückstück bist!?“ Regelmäßige Wartung hält die Mechanismen am Laufen; maintenance slaps halten subby bei der Stange.

Spielzeuge

Viele Frauen, die sich von BDSM an- (oder aus-) gezogen fühlen, definieren als Voraussetzung für ihre Hingabe, dass der dominante Partner ungebunden zu sein hätte. Für mich übersetze ich das so, dass subbie ihren Dom gern allein hätte. Exklusiv. Ich gebe ihm Alles, also muss auch er mir Alles geben. Okay, nicht mein Fall.

Ich hab’s schon immer gern mit den Spielzeugen getrieben. Mit den Frauen, die nicht groß danach fragten, ob der Typ, der sie fesselte, gern auch mal mit anderen spielt. Die sich dann öffneten, wenn die Beziehung gerade so passte, wie sie sich ergab. Vielleicht ein Quickie, ein ONS, vielleicht ein intensives Spiel über ein paar Wochen, vielleicht ein lustvolles Immerwiedermal über Jahre … einfach das Gefühl, Du und Ich und Jetzt, das passt. Das machen wir nicht von morgen oder anderswo oder irgendwem abhängig, das entscheiden wir selbst.

Erinnerungen … da war S. aus einer Kleinstadt, die ich über einen Chat kennenlernte. Sie war mit einem Dom verheiratet, der sie durchaus hart rannahm und der ihr den Floh ins Ohr gesetzt hatte, auch einmal einem anderen Herrn zu dienen. Sie durfte/musste sich den selbst aussuchen, er las die Chats mit und behielt sich das letzte Wort vor.

Ausschlaggebend war meine Idee, ihre Nippel mit Mausefallen zu fangen – das kannte sie noch nicht, das triggerte sie und ihn, und so schlug ich als Treffpunkt einen Baumarkt vor, um mit ihr gemeinsam die gemeinen Dinger einzukaufen. Außerdem hatte ich ihr befohlen, ihr Lieblingsspielzeug mitzubringen. Langer Vorrede kurzes Resumee: Es wurde eine sehr geile Session. Mitgebracht hatte sie ein Paddle, das mit feinen Widerhaken besetzt war, ein gemeines Ding, vor allem, wenn man anschließend die Haut mit Franzbranntwein kühlte. Die Fallen hatte ich mit Schraubzwingen auf Nippelabstand an der Tischplatte befestigt … das Zuschnappen war zu geil, um es nur einmal zu erleben – und als ich sie dann das Paddle spüren ließ, hing sie in den Fallen.

Ein verspielter Tag, ein verspielter Abend, dann fuhr sie heim zu ihrem Mann – und wir hatten beide eine Begegnung genossen, an die ich mich sehr gern erinnere.

Da war M., eine Masochistin aus der Bundeshauptstadt. Auch bei ihr – und wie ich es so überblicke, eigentlich immer – war am Anfang ein Chat. Eine Serie von Chats, einige Telefongespräche, bis schließlich ein Treffen quasi unvermeidlich schien. Vor allem hatte ich ihr schon am Telefon einige intensive Lustschmerzreize vorgeschlagen, die für sie neu waren. Wir trafen uns einige Male, ich konnte sie noch allerlei Neues spüren lassen, und schließlich waren wir uns einig: Jetzt ist die Luft draußen. Es war schön, es ist vorbei.

Da ist Z., eine Lady am Anfang ihrer mutmaßlich zweiten Lebenshälfte, eine kraftvolle Persönlichkeit im beruflichen und privaten Alltag – und ebenso kraftvoll und entschlossen in ihrer Hingabe. Wenn Z. kommt, weit aufgespreizt aufs Bett gefesselt, mit zwei Fingern auf ihrem G-Punkt und dem Daumen auf der Clit, explodiert ein Vulkan. Nichts für alle Tage, rein energetisch, aber alle zwei, drei Wochen geben wir einander das Vergnügen. Eine herrliche Bereicherung für ihr Leben und für meines, nicht mehr und nicht weniger. Wir nehmen niemand etwas (Z. ist verheiratet), wir lassen die Lust einfach zu, in dem Rahmen, in dem sie sein kann. Den wir selbst bestimmen.

Und mit allen – den drei hier genannten und auch vielen anderen Frauen – war die Beziehung gut, von Sympathie und Vertrauen getragen (sonst ginge nichts), und nicht an Bedingungen geknüpft. Es ist, was es ist. Erich Fried hat es auf die einzig wahre Formel gebracht. Und wenn zwei freie Menschen es das sein lassen, was es ist, dann kann es richtig gut werden …

Waldeslust

Sommer, Sonne, angenehme Temperaturen … Waldeslust ist angesagt. Fast jede Buche ein potenzieller Marterpfahl, um die Squaw zu fixieren. Aufrecht an einen Stamm gefesselt. Oder unter einen kräftigen Ast gehängt, wie auch immer. Auf dem Boden aufgespreizt zwischen die Bäume des Jungwaldes. Kniend, die Arme hinter einem dicken Stamm gefesselt. Peitsche? Es wächst ja so viel im Wald, was sich für eine Züchtigung anbietet und das ökologische Gewissen beruhigt.

Aller Anfang ist geil

Ich liebe es immer wieder mal, eine neugierige Anfängerin mit den Reizen der erotischen Schatten bekannt zu machen … die bei mir kein fades Grau tragen, sondern kunterbunt sind. Sprich: individuell getönt.

Herrlich – im wahrsten Sinn des Wortes ein Genuss für den Herrn –, eine sub in spe vor sich zu haben, zum allerersten Mal. Bereit, sich einzulassen. Das Wichtige ist besprochen, der Rahmen des Möglichen und des Unmöglichen, die safecodes … jetzt wird es ernst mit dem Spaß.

Am Anfang, vor allem am Beginn eines Kennenlernens, nehme ich mir gern viel Zeit. Lasse Dich erst einmal vor mir stehen, mustere Dich mit den Augen. Erteile Dir Befehle, Dich zu präsentieren … und bevor Du das erste Kleidungsstück abgelegt hast, gewöhnst Du Dich schon daran, mir zu folgen und als Objekt geführt zu werden.

Beizeiten komme ich näher, binde Deine Handgelenke hinterm Rücken aneinander. Mache mir nun mit den Händen ein Bild, immer noch angezogen. Ertaste, wie sich Dein Lustfleisch anfühlt. Beobachte, wie Du reagierst. Wie Du schmeckst – ich küsse gern. Eine Hand in Deinem Haar, den Kopf zurückgezogen … und vielleicht die Andeutung einer Ohrfeige, vielleicht ein kräftiger Druck mit den Fingern in Dein Brustfleisch, vielleicht … Tramp würde sagen: „Grab her by the pussy!“

Und so geht es weiter. Eins ergibt das Andere. Die Hüllen werden fallen. Wenn Du mir erzählt hast, dass Du dirty talk geil findest, lernst Du meinen Wortschatz der verbalen Erniedrigung kennen. Der ein bisschen über den gängigen Grundwortschatz hinausgeht. Wenn Du meinst, eine Begabung für raffinierte Kombinationen von Lust & Leiden mitzubringen, lass ich Dich spüren, was an Deiner Vermutung dran ist. Wenn Du’s genießt, als Sextoy rangenommen zu werden: Ich lass Dich kommen bis zum Abwinken.

Nach dem ersten Mal werden wir wissen, ob es weitergehen kann und, wenn ja, wie. Ob es Dich reizt, die ersten Eindrücke zu vertiefen. Ob es mich reizt, Dich „in die Lehre“ zu nehmen.

Und, nur so dahingesagt: Auch wenn Du schon einige Erfahrung als sub mitbringst, es ist immer neu. Und wenn wir uns schon gut kennen, wird es immer etwas Neues geben. Eine neue Grenze, die es zu überwinden gilt, eine neue Praktik, die wir ausprobieren wollen, neues Spielzeug, das benutzt werden will … die Erotik der bunten Schatten kennt so viele Möglichkeiten, dass es nie fad werden muss, wenn die Richtigen einander begegnen.

Zwei, drei, viele …

Oft und oft begegne ich in Kontaktinseraten der Kombination von einerseits ziemlich weit gehender Bereitschaft, sich einem dominanten Sadisten zu unterwerfen, aber andererseits, bittschön, darf das dann ausschließlich im exklusiven Zweiersetting stattfinden. Und am besten wohl überhaupt erst nach dem bindenden Versprechen einer Partnerschaft.

Ein wenig erinnert mich das an die katholische Sexualmoral zu Olims Zeiten: Sex nur mit dem einen und auch das erst danach … wenngleich ich freilich die Ängste und Sorgen verstehe und respektiere, die damit einhergehen.

Ich bin allerdings für solche exklusiven Konzepte der Falsche. Ich liebe die herrlichen Schlampen, die sich unter der Führung ihres Herrn als Sklavin vorführen, als Fickfleisch anbieten, als Lustobjekte benutzen lassen. Ich liebe es freilich auch, mich in die intime Zweisamkeit zurückzuziehen, sei es um der liebevollen Zärtlichkeit, sei es um der Spiele mit besonderer Intensität willen. Alles zu seiner Zeit.

In meinen Augen hat eine solche offene Bereitschaft nichts Entwürdigendes oder Abwertendes – im Gegenteil. Ich habe große Achtung vor Frauen/Menschen, die ihren Spielräumen der Erotik sehr weite Grenzen setzen. Dazu muss man/frau erst mal den Mut haben … um dann umso intensiver zu genießen.

Lust auf Brust

Brüste. Titten. Euter. Milchtüten. Hupen. Glocken. Holz vor der Hütte. Krapfen. Und dergleichen mehr. Es sind vermutlich mehr Bezeichnungen für die sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale im Umlauf, als es deren Erscheinungsformen gibt. Und ich gestehe: Ich kann und will mich nicht entscheiden. Ich greife gern in die weiche Fülle eines wogenden Busens und beobachte fasziniert, wie er Wellen schlägt bei jedem harten Fickstoß. Ich zwirbele gern die harten Nippel einer flachen, festen Brust, und es ist mir ein Vergnügen, das Euterfleisch in Form zu schnüren, wenn es schon etwas haltlos geworden ist. Auch bei der Züchtigung faszinieren mich die kleinen Unterschiede, die einen Unterschied machen. Eine weiche, füllige Titte lässt die Energie eines Schlags eher verpuffen als eine feste Unterlage … du kannst es ausprobieren: Schlag mit der flachen Spankinghand ein Sofakissen und dann vergleichsweise eine Melone.

Wundervolle Vielfalt der Formen und Konsistenzen. Nicht zuletzt deshalb bin ich fürs Monogame nicht gemacht – als Liebhaber des Spiels mit Brüsten möchte ich den Reichtum auskosten, den die Natur schenkt.