Meditation für subs

Brauchst du als sub Selbstbewusstsein? Selbstverständlich. Es ist immer gut zu wissen, wer man ist. Und dabei ist es für die hier vorgeschlagene Übung nicht einmal so wichtig, ob du dieses Sosein für die zeitlich abgegrenzten Bereiche des erotischen Spiels empfindest oder als tief gründende Basis eines Lebens, das sich über die devote Haltung definiert.

Du stellst dich vor einen Spiegel, der dich in Ganzkörperansicht zeigt. Nackt. Griffbereit hast du eine duftende Lotion oder Massageöl oder was immer Du Deiner Haut gönnen magst.

Und du betrachtest … nein, nicht dich, sondern das Geschenk, das du deinem Herrn bereitest. Du schaust mit den Augen und mit den Fingern, und während du dich berührst, widmest du ihm in Gedanken das, was du gerade berührst.

Du nimmst ein wenig der Lotion und salbst dich, als wären es die Hände deines Herrn, die dein Fleisch begreifen. Stell dir plastisch vor, wie er Stück um Stück von Dir in Besitz nimmt. Die Stirn, die Augen, die Haare, die Lippen … stell dir vor, wie er dich streichelt, drückt, kneift, schlägt …  deine Schultern, deinen Hals, deine Brüste, deine Nippel, deinen Bauch …

Nimm Dir Zeit, schenk sie dir und deinem Herrn, während du dich tiefer und tiefer in die Vorstellung versenkst, dieses wundervolle Lustfleisch ihm auszuliefern. Fühl der Wärme deiner Hände nach, der feuchten Spur der Lotion, die deine Haut weich und verfügbar macht … deine Arschbacken, deine Schenkel, deine Waden … du weißt, was er mit all dem gern macht … oder du weißt zumindest, was du dir wünschst, dass er es mit dir machen würde … und du spürst dem nach, als geschähe es jetzt und du würdest dich dem widerstandslos hingeben, voller Genuss und Freude über die anspruchsvoll gemeinen Zärtlichkeiten, die er dir und deiner Lust erweist.

Und erst ganz zum Schluss berührst Du Deinen Schamhügel, fühlst seine makellose Glätte, und es kann gut sein, dass deine Finger nun deine eigene Nässe und nicht die Feuchtigkeit der Lotion spüren, wenn sie deine Schamlippen teilen und an deiner Clit ankommen. Hast du es verdient, jetzt weiterzumachen, an dieser Stelle? Du wirst es wissen, ob du ihm deinen Verzicht oder einen wundervollen Orgasmus widmen möchtest.

Und wenn du in dieser Weise von dir selbst Besitz ergriffen hast, dich selbst begriffen hast als das, was du bist, als Lustfleisch und Dienerin deines Herrn, wenn du dem immer wieder einmal, vielleicht auch täglich, nachspürst, dann wird sich dein Selbstbewusstsein als sub allmählich verändern. Das Bewusstsein bestimmt das Sein. Dann wird es nicht mehr um eitle Selbstgefälligkeit gehen, sondern um devote Freude, dass du ihm diesen wundervollen Körper schenken darfst. Dann steht nicht mehr die Befriedigung deiner eigenen Lust im Vordergrund, sondern es geht um das Vergnügen, das du deinem Herrn schenkst … wenn es ihm gefällt, dich kommen zu lassen, wann und wie er mag, und sei’s indirekt, indem du dich ihm in deiner Meditation vor dem Spiegel schenkst.

Und auch wenn du gerade keinem Herrn dienst … mach die Übung oft, und sie wird dich vorbereiten, genommen und gefordert zu werden.

Demnächst werden wir diese Übung ein wenig erweitern, du wirst ein paar Tools und Toys dafür bereiten. Das erfährst du dann, wenn es soweit ist.

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