Zwei, drei, viele …

Oft und oft begegne ich in Kontaktinseraten der Kombination von einerseits ziemlich weit gehender Bereitschaft, sich einem dominanten Sadisten zu unterwerfen, aber andererseits, bittschön, darf das dann ausschließlich im exklusiven Zweiersetting stattfinden. Und am besten wohl überhaupt erst nach dem bindenden Versprechen einer Partnerschaft.

Ein wenig erinnert mich das an die katholische Sexualmoral zu Olims Zeiten: Sex nur mit dem einen und auch das erst danach … wenngleich ich freilich die Ängste und Sorgen verstehe und respektiere, die damit einhergehen.

Ich bin allerdings für solche exklusiven Konzepte der Falsche. Ich liebe die herrlichen Schlampen, die sich unter der Führung ihres Herrn als Sklavin vorführen, als Fickfleisch anbieten, als Lustobjekte benutzen lassen. Ich liebe es freilich auch, mich in die intime Zweisamkeit zurückzuziehen, sei es um der liebevollen Zärtlichkeit, sei es um der Spiele mit besonderer Intensität willen. Alles zu seiner Zeit.

In meinen Augen hat eine solche offene Bereitschaft nichts Entwürdigendes oder Abwertendes – im Gegenteil. Ich habe große Achtung vor Frauen/Menschen, die ihren Spielräumen der Erotik sehr weite Grenzen setzen. Dazu muss man/frau erst mal den Mut haben … um dann umso intensiver zu genießen.

Ohrfeigen

Da scheiden sich die Geister. Bei der Ohrfeige. Widersetzt du dich voller Empörung? Dein gutes Recht. Schläge ins Gesicht sind eine Tabuzone persönlicher Integrität. Es geht nicht so sehr um den körperlichen Schmerz, es geht um die symbolische Wirkung. Wenn ich alles Mögliche an dir schlagen kann, nur die Wangen nicht, dann weiß ich: Wir können viel Spaß haben, aber deine devote Hingabe bekomme ich nicht. Eine Frau, die sich mir ausliefern, mir gehören möchte, nimmt die Ohrfeige freudig hin als Ausdruck meines Willens, sie in Besitz zu nehmen. Die Frau, nicht die Ohrfeige … Ich bin geneigt zu sagen: Die erste Ohrfeige ist so etwas wie der Ritterschlag, der dich von der sub zur Sklavin macht.